Heimatkapelle Wellingholzhausen
Home
Aktuell
Termine
Wir stellen uns vor
Fotoalbum
Jugendkapelle
Intern
Links
Kontakt
Impressum


Besucher seit Dez.09

Spritzige Zeitreise in die Glenn-Miller-Ära

International renommiertes Orchester zu Gast bei der Heimatkapelle

Melle. Noch forscht die Wissenschaft vergeblich. Dabei sind Zeitreisen eigentlich ganz einfach. Im Forum reichten jedenfalls ein leckerer Cocktail in der Hand und ein mitreißend aufspielendes Orchester auf der Bühne aus, um Hunderte von Musikfreunden unvermittelt in die 40er-Jahre zu versetzen: Mit ansteckender Lust am swingenden Spiel machte das Glenn Miller Orchestra am Samstag eine Ära lebendig.

Zum zehnjährigen Jubiläum seiner Jazz-, Blues- und Cocktail-Nacht gelang der Heimatkapelle Wellingholzhausen mit der Verpflichtung des weltberühmten Orchesters unter der Leitung von Wil Salden eine kleine Sensation. Schließlich konzertiert das international besetzte Ensemble sonst in den größten Zentren Europas.

Doch für die Heimatkapelle und ihren musikalischen Leiter Chris Stieve-Dawe machte das Glenn Miller Orchestra am Samstag von dieser Regel eine umjubelte Ausnahme.

Den begeisterten Konzertbesuchern bescherten die Musiker einen Abend, der swingend und bluesig mitten hinein in die 40er-Jahre führte. Denn für die unvergessenen Hits des im Alter von nur 40 Jahren verstorbenen Jazz-Posaunisten, Komponisten und Bandleaders setzte Wil Salden auf Originalarrangements – und auf jene Besetzung mit starker Saxofongruppe und Klarinette, die den „Glenn-Miller-Sound“ bis heute unverwechselbar macht.

Ob „Little brown jug“, „Tuxedo Junction“ oder „Pennsylvania 6-5000“ – für die Glenn-Miller-Fans ließ das hochkarätige Ensemble keinen der ersehnten Kulthits aus.

Dabei hielt es die bestens aufgelegten Bläser nie lange auf ihren Plätzen. Immer wieder traten sie aus ihren Reihen heraus, um mit virtuosen Soli Bewegung in die Musik und auf die Bühne zu bringen. Saxofone tanzten hinter ihren Notenpulten, Posaunen nahmen gut gelaunt ein Bad in der Menge: Mit dem wohl berühmtesten Hit des Komponisten brachten sie ihr Publikum dabei dem Motto des Abends gemäß „In the Miller-Mood“.

Als Stargast bereicherte Sängerin Ellen Blick mit Charme und Stimme die JBC-Nacht – etwa bei Millers erstem Nummer-eins-Hit „Stairway to the stars“. Und auch die Musiker selbst bewiesen klangvoll, dass sie nicht nur ihre Instrumente beherrschen. Gemeinsam mit ihrem sangeskräftigen Dirigenten kredenzten sie ihrem Publikum im verträumten „Sweet-Sound“ einen milden „Moonlight Cocktail“.

Doch Orchester und Sängerin öffneten nicht nur die überreich gefüllte Schatztruhe der Werke Glenn Millers. Vielmehr zeichneten sie mit Stücken von Count Basie, Benny Goodman und Duke Ellington das Bild einer ganzen Ära, die bis heute nachklingt. Absolute Professionalität, ansteckende Spielfreude und ein kurzer Draht zum Publikum schufen dabei im Forum niveauvolle Jazzclub-Atmosphäre. Und in der durfte natürlich jener Hit nicht fehlen, der Glenn Miller die weltweit erste Goldene Schallplatte einbrachte: Der „Chattanooga Choo Choo“ nahm als nachdrücklich eingeforderte Zugabe rasante Fahrt auf.

Die Legende Glenn Miller lebt weiter – nicht zuletzt dank des renommierten Orchesters, das als eines von weltweit zwei Ensembles seinen Namen führen darf. Größen der Musikszene holt die Heimatkapelle Wellingholzhausen auch zu ihrem Frühjahrskonzert auf die Bühne: Am 23. und 24. März werden mit den Klängen von Queen, Elvis Presley und Status Quo dem Motto des Abends gemäß „Klassiker“ lebendig.

HIER die Fotos des Abends!

Heimatkapelle Wellingholzhausen e.V.  | mail@heimatkapelle.de